Darstellendes Spiel im Sekundarbereich II

Darstellendes Spiel hat seinen Stellenwert in niedersächsischen Schulen nicht nur im AG- und Projektbereich und als methodisches Prinzip im Fachunterricht verschiedener Fächer, sondern vor allem als eigenständiges Fach in der Sekundarstufe II (seit 1997) und im Wahlpflichtbereich der Sekundarstufe I im Rahmen der Stundentafel 1. Seit 2011 kann Darstellendes Spiel auch als mündliches Abiturprüfungsfach gewählt werden.

Das Schulfach Darstellendes Spiel – als drittes künstlerisches Fach der gymnasialen Oberstufe neben Musik und Kunst – ist in nunmehr neun Bundesländern (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz) als Unterrichtsfach in der Schule eingeführt.

 

Situation des Faches

An über 170 Schulen (Stand 2016) mit gymnasialer Oberstufe kann von den Schülerinnen und Schülern Darstellendes Spiel als Fach zur Abdeckung der Pflichtauflagen im musisch-künstlerischen Bereich gewählt werden, die erworbenen Punkte können für vier Semester eingebracht werden.

Seit November 2006 gibt es für das Fach „Einheitliche Prüfungsanforderungen“, die auch von Niedersachsen übernommen worden sind. Damit kann Darstellendes Spiel seit dem Abitur 2011 als fünftes (mündliches) Prüfungsfach gewählt werden, wenn die Schule einen entsprechenden Antrag gestellt hat. Gleichzeitig können die Schülerinnen und Schüler, die in der Oberstufe ein „Musisch-künstlerisches Profil“ gewählt haben, Darstellendes Spiel als Ergänzungsfach wählen, sofern es an der Schule eingeführt ist. Seit dem Schuljahr 2018/19 ist das Kerncurriculum die rechtliche Grundlage des Unterrichts.

Im Sekundarbereich I wird Darstellendes Spiel  zunehmend  im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts nach Stundentafel 1 angeboten, zumeist in Verbindung mit Kunst und/oder Musik. Damit eröffnet sich für bestimmte Schülergruppen die Möglichkeit, das Fach kontinuierlich von Klasse 7 bis Klasse 12 belegen zu können.

Beinahe alle Gesamtschulen (IGS und KGS) bieten Darstellendes Spiel im Wahlpflichtbereich musisch-kulturelle Bildung an. Hier liegen auch schon erste Erfahrungen mit der „Fachbezogene Leistungsüberprüfungen“ im Jahrgang 10 im Fach Darstellendes Spiel vor.

Schulen, die das Fach einführen wollen, müssen die Genehmigung der obersten Schulbehörde einholen. Diese ist an bestimmte Bedingungen (personell, materiell) geknüpft. Der Antrag an das Kultusministerium muss folgende Angaben enthalten:

  1. Beschluss des Schulvorstandes/der Gesamtkonferenz.
  2. Zustimmung des Schulträgers.
  3. Die Namen der Lehrkräfte, die das Fach unterrichten werden. Davon sollte in der Regel eine Lehrkraft an einer Weiterbildungsmaßnahme des Landes Niedersachsen teilgenommen haben.
  4. Angaben über die Fachinhalte und über den geplanten Unterrichtsverlauf in den Jahrgängen 10 bis 12 ( Grundlage hierfür sollen die EPA,  der „Vorläufige Rahmenplan Darstellendes Spiel, Berlin“ und der „Lehrplan Darstellendes Spiel für  die gymnasiale Oberstufe, Hamburg“ sein ).
  5. Übersicht über die geplanten Leistungskontrollen und über die Gewichtung der Teilleistungen.

Ausgewähltes Material zu:

Darstellendes Spiel, Gestaltungskompetenz, Medienkompetenz, Personale Kompetenz, Sachkompetenz, Sozialkompetenz, Soziokulturelle Partizipation, Theaterästhetische Kommunikation, Sekundarbereich II, Kommunikatives Material, Lern- u. Rollen-Spiele, Material zur Lernstandfeststellung

 

Niedersächsischer Bildungsserver

Zur Praxis des Darstellenden Spiels II

Das zweite Heft der Reihe „Zur Praxis des Darstellenden Spiels“ befasst sich mit dem Einsatz von szenischen Methoden für die Sprachförderung vor der Einschulung. Diese Materialsammlung wendet sich vor allem an Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, die im Elementarbereich oder in den Eingangsklassen der Grundschulen tätig sind.

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Niedersächsischer Bildungsserver

Zur Praxis des Darstellendes Spiels I

Die Hefte der konzipierten Reihe „Zur Praxis des Darstellenden Spiels“ wenden sich vor allem an die Lehrkräfte, die das Fach in der gymnasialen Oberstufe unterrichten, aber auch an Kolleginnen und Kollegen, die Darstellendes Spiel im Wahlpflichtbereich des Sekundarbereichs I oder im AG- und Projektbereich anbieten.

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Letzte Änderung: 27.03.2020

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